Projekt: Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe
1. Was ist DiKoJu?
Das Projekt heißt: Digitale Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe.
Das kurze Wort dafür ist: DiKoJu.
DiKoJu ist ein Forschungs-Projekt.
Ein Forschungs-Projekt ist eine gemeinsame Arbeit
von Forschern und Forscherinnen.
Sie wollen dabei neues Wissen herausfinden.
In dem Projekt arbeiten diese Menschen zusammen:
- Forscher und Forscherinnen von der Universität Köln
- die Arbeits-Gemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe.
Das kurze Wort dafür ist: AGJ
Die AGJ ist ein Verband.
Ein Verband ist eine Gruppe von verschiedenen Vereinen.
Diese Vereine arbeiten in der Kinder- und Jugendhilfe.
Die AGJ gibt den Vereinen Tipps für eine bessere Kinder- und Jugendhilfe.
Was ist Kinder- und Jugendhilfe?
Die Kinder- und Jugendhilfe hilft Kindern, Jugendlichen und Familien.
Sie hat viele wichtige Aufgaben.
Zum Beispiel:
- Kinder und Jugendliche schützen und stärken
- Familien beraten
- Hilfe in schwierigen Situationen anbieten
- Freizeit-Angebote machen
In der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten Fach-Kräfte.
Die Fach-Kräfte sind zum Beispiel:
- Erzieher und Erzieherinnen in der Kita oder im Hort
- Sozial-Arbeiter und Sozial-Arbeiterinnen im Jugend-Treff
- Familien-Helfer und Familien-Helferinnen
- Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Jugend-Amt
2. Worum geht es bei DiKoJu?
Es geht darum, neues Wissen über die Digitalisierung
in der Kinder- und Jugendhilfe herauszufinden.
Was ist Digitalisierung?
Digitalisierung bedeutet: Menschen nutzen digitale Medien.
Digitale Medien sind Programme und Inhalte
auf dem Smartphone, Computer oder Laptop.
Kinder und Jugendliche nutzen digitale Medien zum Beispiel so:
- Sie schreiben Nachrichten über WhatsApp.
- Sie nutzen soziale Netzwerke wie Instagram oder TikTok.
- Sie spielen mit Apps online.
Fach-Kräfte der Kinder- und Jugendhilfe nutzen digitale Medien
zum Beispiel so:
- Sie schreiben E-Mails.
- Sie planen Termine in Kalender-Programmen.
- Sie dokumentieren ihre Arbeit digital.
- Sie nutzen Computer-Programme für Beratungen.
- Sie verabreden sich zu Online-Treffen.
Digitale Medien sind heute sehr wichtig für Kinder und Jugendliche.
Digitale Medien verändern auch die Arbeit von den Fach-Kräften
der Kinder- und Jugendhilfe.
Aber: Man weiß noch sehr wenig über Digitalisierung
in der Kinder- und Jugendhilfe.
Das ist ein Problem:
Denn Kinder und Jugendliche müssen besonders gut geschützt werden.
Darum muss die Arbeit der Fach-Kräfte sicher und gut sein.
Darum gibt es das Forschungs-Projekt DiKoJu.
3. Was will DiKoJu herausfinden?
Die Forscher und Forscherinnen wollen Antworten
auf diese Fragen finden:
Frage 1: Wie viel Digitalisierung gibt es
in der Kinder- und Jugendhilfe?
Frage 2: Welche digitalen Kompetenzen brauchen Fach-Kräfte
der Kinder- und Jugendhilfe?
Frage 3: Wie und wo können Fach-Kräfte
digitale Kompetenzen erlernen?
Kompetenzen sind Fähigkeiten, die ein Mensch hat.
Digitale Kompetenzen sind Fähigkeiten
im Umgang mit digitalen Medien.
Zum Beispiel:
- Computer oder Smartphone nutzen
- Informationen im Internet suchen
- Computer-Programme richtig nutzen
- Private Daten schützen
- Mit Kindern und Jugendlichen über digitale Themen sprechen
4. Wie läuft DiKoJu ab?
Das Forschungs-Projekt besteht aus drei Teilen:
Teil 1: Wissen sammeln
Teil 2: Ideen entwickeln und ausprobieren
Teil 3: Ergebnisse veröffentlichen
Zu Teil 1: Wissen sammeln
Die Forscher und Forscherinnen sammeln Wissen.
Dafür gibt es einen Fragebogen im Internet.
Der Fragebogen ist für alle Fach-Kräfte aus ganz Deutschland.
Dann gibt es Gespräche mit Fach-Kräften.
Zum Beispiel aus diesen Bereichen:
- Kita und Hort
- Jugend-Treff
- Wohn-Gruppe für Kinder und Jugendliche
- Jugend-Amt
Zu Teil 2: Ideen entwickeln und ausprobieren
Die Forscher und Forscherinnen sehen sich das gesammelte Wissen
aus den Fragebögen und Gesprächen genau an.
Dann überlegen sie sich Ideen zu diesen Fragen:
- Welche digitalen Kompetenzen brauchen Fach-Kräfte
der Kinder- und Jugendhilfe? - Wie und wo können Fach-Kräfte digitale Kompetenzen erlernen?
Die Forscher und Forscherinnen probieren ihre Ideen aus.
Zum Beispiel entwickeln sie neue Lern-Inhalte für:
- Ausbildungen
- Fortbildungen
- Weiterbildungen
Diese neuen Lern-Inhalte werden dann getestet.
Zu Teil 3: Ergebnisse veröffentlichen
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von DiKoJu
veröffentlichen die Ergebnisse zum Beispiel so:
- Sie schreiben Bücher und Texte zum Thema.
- Sie halten Vorträge zum Thema.
- Sie geben Tipps für die Politik.
5. Was sind die Ziele von DiKoJu?
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von DiKoJu wollen
diese Ziele erreichen:
- Wissen über Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe
in Deutschland sammeln - Herausfinden, welche digitalen Kompetenzen Fach-Kräfte brauchen
- Ideen für neue Lern-Inhalte entwickeln
- Vereine über neue Lern-Inhalte
und Job-Beschreibungen informieren - Fach-Kräfte bei der Politik zur Digitalisierung mitbestimmen lassen
- Zeigen, dass Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe sehr wichtig ist
6. Fach-Beirat hilft mit
Bei DiKoJu gibt es einen Fach-Beirat.
Im Fach-Beirat arbeiten 22 Leute.
Die Leute aus dem Fach-Beirat kennen sich mit Digitalisierung aus.
Und mit Kinder- und Jugendhilfe.
Der Fach-Beirat begleitet das Projekt.
Die Leute aus dem Fach-Beirat reden mit den Fach-Kräften.
Denn die Fach-Kräfte
kennen sich am besten mit ihrer täglichen Arbeit aus.
Die Fach-Kräfte können sagen:
Das brauche ich für meine tägliche Arbeit.
Dann weiß der Fach-Beirat:
Das ist für die tägliche Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe wichtig.
Alle Meinungen werden gesammelt.
Der Fach-Beirat passt auf, dass alle Meinungen beachtet werden.
Zum Beispiel:
- wenn Ideen für neue Lern-Inhalte entwickelt werden
- wenn neue Lern-Inhalte getestet werden
- wenn Ergebnisse vom Projekt veröffentlicht werden
Denn: Es ist wichtig, dass die Fach-Kräfte gut arbeiten können.
Wer hat die Texte in Leichter Sprache geschrieben?
Das Büro für Leichte Sprache
vom Lebens(t)raum e. V.
Harzgeroder Straße 17
06122 Halle (Saale)
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© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
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